Nach einem Tag nicht unerfolgreichen Räumens und Umstellens im Wiesbadener Büro freute ich mich heute sehr auf meinen einzigen noch geordneten ruhigen Arbeitsplatz zuhause, um nach so vielen Tagen des Hin-und Her endlich wieder einmal etwas konzentrierter zu arbeiten.
Schon vor zwei Tagen war mir der gipsartige Geruch in der Luft über mir aufgefallen, suspekt feucht roch es da. Nachdem ich aber alles andere im Kopf hatte als an einen Wasserschaden unserer Wandheizung zu denken, ignorierte ich meine Sinneswahrnehmung und ging meinem hektischen Alltag nach.
Heute war es dann nicht mehr zu übersehen. Wasser stand in meiner geliebten Ecke, negieren war da zwecklos.
Ich hatte wohl nicht auf das ohnehin daneben stehende Schild geachtet. Aber liegt es nicht in der Natur des Menschen Warnhinweise geflissentlich zu übersehen?
Nun habe ich die Bescherung. Morgen kommt der Installateur und macht erst einmal Dreck. Neben mir braust nun wohlig warm das Elektroöfchen, das zwar Strom maßlos frisst, mich aber über die schweren Stunden hinwegtröstet .
Nach ja: ein Unglück kommt eben selten allein.



