Dr. Bernhard Ost Lindemannstr. 3, 40237 Düsseldorf E-Mail: gyn.ost@web.de
»Die Erfolge, die ich mit Biestmilch in meiner Praxis erziele, begeistern mich so sehr, dass ich auch andere begeistern möchte und ich bedauere, dass ich trotz Kenntnis dieser Möglichkeit viele Jahre
an guten Therapieerfolgen bei chronischen und hartnäckigen Erkrankungen verschenkt habe, weil mein schulmedizinisches Basisdenken auch bei mir mit einer gewissen Ignoranz behaftet war.«
Dieses Zitat von Frauenarzt Herrn Dr. Bernhard Ost möchte ich an den Anfang dieses Beitrages stellen, denn es spiegelt auf sehr eindrucksvolle Art wieder, womit wir jeden Tag kämpfen. Bernhard Ost seit eineinhalb Jahren einer unserer treuesten Mitstreiter. An dieser Stelle ein kurzer Kommentar von ihm zum Thema »Biestmilch«.
Biestmilch oder Kolostralmich ist die (Vor)milch, welche alle weiblichen Säugetiere
(auch der Mensch) bis zum fünften Tag nach der Geburt produzieren. Der Begriff „Vormilch“ ist etwas irreführend, da Biestmilch/Kolostrum weder Milch noch eine Milchvorstufe ist. Gemeint ist die zeitliche Produktion vor der ersten Milch. Da jedes neugeborene Säugetier weder immunologisch, noch in einigen Stoffwechselleistungen voll ausgebildet ist, muss die Natur nachbessern und
dem neuen Lebewesen eine Starthilfe geben. Die Vormilch enthält einen hochkarätigen Immuncocktail mit sämtlichen Immunglobulinen, Zytokinen, diversen Wachstumsfaktoren, einer Fülle von Vitaminen und Mineralstoffen. Unter anderem findet man im Kolostrum auch wichtige Immunfaktoren. Mit dem zeitlichen Abstand vom Geburtstermin nimmt der Gehalt dieser Stoffe ab. Nach dem dritten Tag post partum sind die Immunglobuline und Zytokine schon nicht mehr vorhanden.
Insofern ist es wichtig, dass Biestmilch der ersten drei Tage eingesetzt wird, um eine therapeutische Effizienz zu erzielen.
Nahrungs- oder Arzneimittel?
Trotz der hohen therapeutischen Relevanz bei vielen Krankheiten handelt es sich nicht um ein Arzneimittel, sondern um ein Lebensmittel. Deswegen dürfen auch laut AMG keine Indikationen in
Form eines Beipackzettels gegeben werden.
Das wiederum erlaubt dem Therapeuten und erst recht dem Verbraucher anhand der mitunter spärlichen Inhaltsangaben mit der bloßen Angabe der Menge an Biestmilch keinerlei Qualitätsbeurteilung. Umso wichtiger ist es, aus der Fülle der Anbieter herauszufinden, welchen
man hinreichendes Vertrauen bzgl. der Güte und Menge der Inhaltsstoffe entgegenbringen
kann. Genaueres hierzu auf www.natum.de sowie www.gesundundleben.info
Die sehr unterschiedlichen Preise der einzelnen Hersteller ergeben sich auch aus deren Einkäufen. Ein Biestmilch vom fünften Tag ist um Einiges billiger als ein Biestmilch der ersten ein bis
drei Tage. Ein billiger Einkauf erlaubt auch einen relativ billigen Verkauf.
Biestmilch – als Heilmittel kaum mehr eingesetzt
Obwohl Biestmilch/Kolostrum seit Jahrtausenden als Heilmittel bekannt ist, wird es von der heutigen Schulmedizin fast vollständig ignoriert. Wissenschaftliche Literatur ist im europäischen Raum bis auf
einzelne Kasuistiken nicht vorhanden oder nicht bekannt. Im amerikanischen Bereich dagegen gibt es einige hundert Veröffentlichungen, allerdings vorwiegend aus dem Bereich der Sportmedizin
und dem Wellnessbereich. In Deutschland hat eine erste wissenschaftliche Datensammlung begonnen.
Eine Auswahl der Einatzgebiete für Biestmilch
Eine Domäne für die Biestmilch-Anwendung sind Haut- und Schleimhauterkranken. Vor allem bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn sowie Neurodermitis und Psoriasis sind überzeugende Erfolge
zu verzeichnen. In meiner gynäkologisch-onkologischen Praxis setze ich Biestmilch hauptsächlich bei Patienten mit immunologischen Störungen und Defekten ein.
Erschienen in gynäkologie + geburtshilfe 4·2006







